Leserinnen und Leser reisten mit ihrer Kirchenzeitung nach Rom

„Stolz, katholisch zu sein“

„Am Ende der fünf Tage sollen Sie sagen: Ich bin stolz, katholisch zu sein!“ Kaplan Sascha Jung hatte sich diesen Satz aufgehoben, bis die Gruppe auf dem Petersplatz stand, überwältigt von der Größe der Peterskirche, der Nähe zum Zentrum der katholischen Kirche.

Den direkten Blick auf die Kuppel der Peterskirche konnte die Gruppe aus dem Garten der Casa Emilia, dem Gästehaus der französischen Josefs-Schwestern, genießen. Foto: AnnetteZwaack

40 Männer und Frauen aus den Bistümern Fulda, Mainz, Limburg und Paderborn waren mit dem Flugzeug am Morgen angereist, nein, nicht alle: Elmar Altenhofen und Karl-Joseph Schnabel aus Rheinhessen hatten über mehrere Jahre, in Abschnitten, den Weg nach Rom zu Fuß zurückgelegt, waren also „richtige“ Pilger, und nun froh, gemeinsam mir ihren Frauen und der Gruppe Rom unter sachkundiger Führung erleben und entdecken zu können.

Noch ein Reisender war montags im Vatikan angekommen: Benedikt XVI.. Zurück aus Tschechien, berichtete er während der Mittwochs-Audienz auf dem Petersplatz, dass er mit dieser Reise ein Zeichen für ganz Europa setzen wollte, für unseren Kontinent, der es nötig habe, sich neu in Christus zu verlieben, und Hoffnung auf das wahre Leben zu schöpfen. Die Gruppe hatte einen Platz nahe der Balustrade, an der der Papst in zwei Metern Entfernung mit seinem „Papamobil“ entlangfuhr. Animiert durch freundliche Zurufe wandte sich der Papst mit seinem Segen auch der deutschen Delegation zu.

Das Basisprogramm einer Romreise hat viele „Muss“: Vatikan mit Peterskirche und Museen, der deutsche Friedhof… Überwältigend die Kirchen – jede mit ihrer eigenen Kunst und Geschichte und einer Menge von Geschichtchen, von denen Kaplan Jung unterhaltsam und mit Augenzwinkern zu erzählen wusste. Gerade hat das letzte Jahr seines Aufbaustudiums in Rom begonnen. Auch durch seine Tätigkeit bei Radio Vatikan – er kommentiert manchmal Papstmessen in deutscher Sprache – gab es viele Informationen, die in keinem Reiseführer zu finden sind, und die doch gerade das „Salz in der Suppe“ sind.

Annette Zwaack