27.03.2019

Die 72-Stunden-Aktion: Fortsetzung folgt jetzt!

„Uns schickt der Himmel“

Vor sechs Jahren wurde die 72-Stunden-Aktion erstmals in allen deutschen Diözesen ausgeführt. Jetzt geht die bundesweite Sozialaktion in die zweite Runde. Ein Rückblick auf vergangene Aktionen und ein Ausblick auf die diesjährige.

15.000 junge Menschen, 350 Projekte, 72 Stunden: In den Bistümern Fulda, Limburg und Mainz war die Sozialaktion des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Jahr 2013 ein großer Erfolg. Vor sechs Jahren hieß es zum ersten Mal in ganz Deutschland: „Die Welt ein Stückchen besser machen in 72 Stunden.“ Im Mai diesen Jahres geht die bundesweite Aktion „72 Stunden – Uns schickt der Himmel“ in die zweite Runde.

Gutes tun in 72 Stunden

Ricardo Sobrino und Damian Blasek sind Pfadfinder aus Bad Soden-Salmünster/Ahl im Bistum Fulda. Bei der vergangenen 72-Stunden-Aktion im Jahr 2013 haben sie alte Fahrräder für Geflüchtete und Flutopfer in Dresden gesammelt und repariert. | Foto: DPSG Salmünster-Ahl
Ricardo Sobrino und Damian Blasek sind Pfadfinder aus Bad
Soden-Salmünster/Ahl im Bistum Fulda. Bei der vergangenen
72-Stunden-Aktion im Jahr 2013 haben sie alte Fahrräder für
Geflüchtete und Flutopfer in Dresden gesammelt und repariert.
Foto: DPSG Salmünster-Ahl

Mehrere tausend Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben sich schon wieder angemeldet, berichten die Diözesanstellen des BDKJ in Limburg, Fulda und Mainz. Die jungen Menschen suchen sich in ihren Gruppen entweder selbst ein soziales Projekt in ihrer Nähe, gestalten zum Beispiel das Außengelände eines Kindergartens neu, stellen Insektenhotels auf oder organisieren Nachbarschaftsfeste. Einige Gruppen erhalten ihre Aufgabe für die drei Tage erst zum Auftakt der Aktion am 23. Mai um 17.07 Uhr. Ab dann heißt es: 72 Stunden bauen, streichen, planen für andere Menschen.

Bei der 72-Stunden-Aktion im Jahr 2013 waren bundesweit 175 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von neun bis 27 Jahren in 4000 Projekten im Einsatz. Damals nahmen zum ersten Mal alle 27 deutschen (Erz-)Bistümer teil. Ihren Ursprung hat die Aktion des BDKJ aber im Kleinen.

Der Weg zur bundesweiten Aktion

„50 Stunden ohne Kompromisse“ wollte der BDKJ des Erzbistums Paderborn 1996 Projekte in Institutionen durchführen, denen das Geld dafür fehlte. Aus 50 wurden 72 Stunden und damit war der Name der Sozialaktion gefunden: 72-Stunden-Aktion. Fünf Jahre später, im Jahr 2001, nahmen fünf weitere Diözesen an der 72-Stunden-Aktion teil, darunter auch der BDKJ Mainz. 2009 schließlich haben 14 Bistümer die Aktion gleichzeitig ausgeführt. Nun waren neben Mainz auch die Bistümer Fulda und Limburg am Start. Mit 100 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmerin war es schon damals die größte Jugend-Sozialaktion in Deutschland.

Prominente staatliche und kirchliche Vertreterinnen und Vertreter unterstützten vor sechs Jahren die Aktion und werden es auch in diesem Jahr tun. Kristina Schröder, damalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, übernahm neben Erzbischof Robert Zollitsch, der zu dieser Zeit Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz war, die Schirmherrschaft für die 72-Stunden-Aktion 2013 auf Bundesebene. Schröder würdigte die Aktion: „Aus diesen 72 Stunden Zeit für andere Menschen werden oft nachhaltige Bündnisse zwischen Organisationen, Unternehmen und Menschen, die das angestoßene Projekt weiter ausbauen.“

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist ihr Projekt aus dem Jahr 2013 vor allem Motivation für die anstehende Aktion: „Meine persönliche Motivation sehe ich jedes Mal, wenn ich an der Kindertagesstätte vorbei gehe, die wir 2013 gestaltet haben und ich sehe, was wir in so kurzer Zeit bewegen konnten“, sagt Anna-Katharina Langer von der Kolpingjugend in Flörsheim.

In diesem Jahr übernehmen der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und Familienministerin Franziska Giffey die bundesweite Schirmherrschaft. „Ihr zeigt, dass junge Menschen sich engagieren wollen und ihr gebt eurem Glauben ‚Hand und Fuß‘, indem ihr euch einsetzt und Gutes tut.“ Mit diesen Worten richtete sich Kardinal Marx an die vielen jungen Menschen, die teilnehmen.

Die Aktion in Hessen

Bischof Georg Bätzing aus Limburg, Bischof Peter Kohlgraf aus Mainz und Weihbischof Karlheinz Diez aus Fulda übernehmen die Schirmherrschaft für ihr jeweiliges Bistum. Die drei hessischen Bistümer konnten als Schirmherren außerdem den Ministerpräsidenten aus Hessen Volker Bouffier gewinnen. In Rheinland-Pfalz unterstützt Ministerpräsidentin Malu Dreyer die jungen Leute. (pm/sas)

Mehr Informationen finden Sie im Internet: www.72stunden.de