03.07.2019

Ziel: Glaubwürdige Zeugen sein

Christof Steinert wird neuer Generalvikar im Bistum Fulda

„Prälat Christof Steinert hat den Bistumsprozess wesentlich mitgeprägt. Unsere bisherige Zusammenarbeit ist von einem hohen Vertrauen geprägt.“ Dies betonte Bischof Michael Gerber bei der Bekanntgabe des künftigen Generalvikars.

Dem amtierenden Generalvikar Gerhard Stanke dankte Bischof Gerber für dessen unermüdlichen Einsatz. „Ich habe Sie in der bislang noch kurzen Zeit unserer Zusammenarbeit sehr schätzen gelernt. Ihre Menschenkenntnis, Ihre theologische Bildung und vor allem auch Ihr ehrliches Interesse am Menschen sind ein großer Gewinn für unsere Diözese“, erklärte der Bischof. Er fügte hinzu: Möge das in den kommenden Jahren auch nach der großen Verantwortung als Generalvikar eine große Bereicherung für uns bleiben.“

 

Regens – Moraltheologe – Personalchef

Stanke war in der Amtszeit von Bischof Heinz Josef Algermissen seit 2008 Generalvikar gewesen. Mit dem Beginn der Amtszeit von Bischof Gerber hatte er diese Aufgabe nochmals für eine befristete Zeit übernommen. Zuvor war er unter anderem lange Jahre Regens des Priesterseminars und Professor für Moraltheologie an der Theologischen Fakultät Fulda und sowie später verantwortlich für den Einsatz des pastoralen Personals. 

Domkapitular Steinert ist seit 2008 verantwortlicher Abteilungsleiter für den Einsatz des pastoralen Personals. Zuvor war er Pfarrer in Witzenhausen und Dechant des damaligen Dekanates Eschwege sowie Regionaldechant der früheren Region Kassel. 

Bischof Gerber erläutert seine Beweggründe: „Für die Auswahl des künftigen Generalvikars war es mir wichtig, einen Priester zu wählen, der auf eine langjährige Erfahrung in der Seelsorge zurückschauen kann und zugleich eine solide Kenntnis der Bistumsverwaltung besitzt. Beides wird angesichts der Herausforderungen und der anstehenden Projekte von entscheidender Bedeutung sein. Zudem hat Prälat Steinert den Bistumsprozess wesentlich mitgeprägt. Unsere bisherige Zusammenarbeit ist von einem hohen Vertrauen geprägt“, sagte Gerber. Ich freue mich, mit Prälat Steinert und vielen Pries-tern, Haupt- und Ehrenamtlichen die Prozesse in unserem Bistum so zu gestalten, dass wir glaubwürdige Zeugen der Frohen Botschaft sind.“ (bpf)

 

Zur Person: In Seelsorge und Verwaltung

Prälat Christof Steinert, 1964 in Sickels bei Fulda geboren, empfing 1994 die Priesterweihe. Nach Kaplansjahren in Witzenhausen wirkte er ab 1998 als Pfarrer dort. Zudem wurde er 2003 Dechant des Dekanats Eschwege und ein Jahr später Regionaldechant der damaligen Region Kassel. 

Seit 2008 ist Steinert Personaldezernent für Priester und Laien im Pastoralen Dienst und Mitglied des Geistlichen Rates der Diözese. 2014 erfolgte seine Installation als Mitglied des Domkapitels. Seit 2015 ist er Sprecher der Bundeskonferenz der Personaldezernenten. Bischof Gerber ernannte Prälat Steinert 2019 gleich nach seiner Amtseinführung zum Stellvertreter des Generalvikars. (bpf)

 

Stichwort: Generalvikar

Der Generalvikar ist der Vertreter des Diözesanbischofs im Bereich der allgemeinen Verwaltung der Diözese und als solcher Leiter der bischöflichen Verwaltungsbehörde, des Generalvikariats. Hierzu wird er vom Bischof ernannt.

Ein Generalvikar muss Priester sein, mindestens 30 Jahre alt und ausgewiesen durch theologische Bildung, Gläubigkeit, Rechtschaffenheit, Klugheit und Verwaltungserfahrung.

Die gesetzlich geregelten Vollmachten des Generalvikars können erweitert werden, indem der Diözesanbischof ihm durch Spezialmandate Vollmachten überträgt. Eingeschränkt ist der Wirkungskreis des Generalvikars in Zuständigkeitsbereichen, für die ein Bischofsvikar bestellt ist. So ist beispielsweise Weihbischof Karlheinz Diez Bischofsvikar für Liturgie. (bpf)