01.04.2015

Seit zwei Jahren schreibt das Gebetsportal Amen.de eine spirituelle Erfolgsgeschichte

"Angenommen, aufgenommen, umbetet"

Seit gut zwei Jahren schreibt das Gebetsportal Amen.de eine Erfolgsgeschichte. Fast 620.000 mal haben die rund 11.000 registrierten Nutzer inzwischen füreinander gebetet. Sogar das Gebetsleben seiner Betreiber weckt Amen.de zuweilen wieder aus dem Dornröschenschlaf auf, wie der zuständige Redaktionsleiter erzählt…

Die Zahlen lesen sich wie eine Erfolgsgeschichte. Seitdem es Amen.de gibt, haben dort mehrere Tausend Menschen knapp 620.000 mal für 26.000 verschiedene Anliegen gebetet. Angemeldet sind auf Amen.de derzeit 11.000 Nutzer, 3.300 von ihnen beten mindestens einmal in der Woche für andere Menschen. Gestartet wurde Amen.de heute ziemlich genau vor zwei Jahren: am 7. April 2013. Grund genug also, ein kurzes Zwischenfazit zu ziehen.

Rolf Krüger (Foto: jesus.de)

„Wir waren damals selbst erstaunt, wie gut unser Angebot angenommen wurde“, erzählt Redaktionsleiter Rolf Krüger im Gespräch mit dem Webreporter. Zusammen mit drei anderen Redakteuren betreibt er für den SCM Bundes-Verlag in Witten das bereits 1996 gegründete Portal Jesus.de und nun - wie gesagt – auch Amen.de. Weil das Angebot bewusst auf jede Werbung verzichtet, ist es auf Zuschüsse des Verlags und auf Spenden angewiesen. Der Jahresetat von Amen.de und Jesus.de beziffert Krüger auf 200.000 Euro (inklusive Hosting, Personalkosten, Webseitenprogrammierung)

Auf das Wesentliche reduziert und konzentriert

Die Funktionalität von Amen.de ist denkbar einfach, man meldet sich mit einer gültigen Emailadresse (seinen Namen nennen muss man nicht, es reicht ein sogenannter „Nick“), dann bekommt man, je nach Auswahl, ein oder mehrere Gebetsanliegen pro Woche zugeschickt. Wer mag, kann dem Menschen, für dessen Anliegen er gerade betet, auch eine kleine „Ermutigung“ schreiben. Das kommt bei vielen Usern gut an. Mehr noch: Amen.de wirkt! Über den Buttom „Mitfreuen“ kann man sehen, wie sich die „Bebeteten“ über Zuspruch und Fürbitte gefreut haben, was sich bei Ihnen - seitdem sie ihr Gebetsanliegen online gestellt haben - getan hat.

Vor allem „User“ mit Kontaktschwierigkeiten fühlen sich angenommen

Weckt Gebetsleben aus dem Dornröschenschlaf: Amen.de

Auch den Betreibern schlägt für ihr altruistisches Angebot viel Dankbarkeit entgegen. „Das Ganze ist für alle Beteiligten eine Supersache“ sagt Krüger. Manche Menschen hätten eben kaum oder nur wenig Freunde, mit denen sie sich beispielsweise über ihre Schwierigkeiten in der Partnerschaft oder Ehe zu sprechen trauten. Für sie ist Amen.de da. „Wenn die Leute dann sehen, wie viele Menschen für sie gebeten haben, fühlen sich eigentlich alle gleich besser. Angenommen, aufgehoben, umbetet“, sagt Krüger. Hauptanliegen seien neben Beziehungsproblemen, Probleme am Arbeitsplatz oder Arbeitslosigkeit, Streitigkeiten unter Freunden oder in der Familie und natürlich Krankheiten. „Über die Feedbackfunktionen im Portal entstehen kurzfristige Beziehungen der Menschen untereinander“. Neben den Ermutigungsschreiben haben auch die „Umbeteten“ die Möglichkeit ihren Betern (selbstverständlich alles anonym) Danke zu sagen. Hier ein kleiner Einblick:

Der Nutzer "OhneDurchblick" etwa schreibt: „Vielen lieben Dank! Eure Fürbitte hat mir sehr geholfen. Mir geht es sehr sehr viel besser. Danke, Gott segne Euch!“ Christian wiederum freut darüber, dass er am letzten Donnerstag „Mit Erfolg“ operiert wurde. „Ich werde mich jetzt in der Reha erholen, so dass ich meiner Arbeit wieder nachgehen kann. Ich danke Euch allen für Eure Unterstützung und Eure Gebete.“ Und Doreen jubelt: „Danke euch für eure Gebete. Mein Sohn hat es geschafft, dass er eine 2 in Mathe auf dem Zeugnis hat. Es ist Wahnsinn was Gebete alles bewirken können.“

Manchmal soll, so darf an dieser Stelle augenzwinkernd vermutet werden, allerdings auch etwas Übung schon den Meister gemacht haben… ;-)

Praybox soll jetzt auch Teenies animieren mitzubeten

Pünktlich zum Pfingstfest will das Team von Amen.de mit der sogenannten praybox ein neues Angebot starten, das speziell auf Jugendliche zugeschnitten ist. Krüger hat beobachtet, dass sich bisher vergleichsweise wenig Minderjährige bei Amen.de angemeldet haben. Er glaubt, „dass sich die meisten Teenies nicht so gerne Erwachsenen anvertrauen mögen. Motto. Traue keinem über 20“, sagt er.

Natürlich hat sich Krüger auch selbst als Beter auf seinem Portal registriert. „Manchmal weckt Amen.de mein eigenes Gebetsleben regelrecht wieder aus dem Dornröschenschlaf auf“, erzählt der vielbeschäftigte Journalist, der auch als Blogger aktiv ist. „Oft ist eben doch kaum her drin als abends ein kurzes Gute-Nacht-Gebet mit den Kindern oder ein Tischgebet vor dem Essen. Kommt dann aber so eine Email, dann setze ich mich noch einmal bewusst  fünf Minuten hin und bete für Andere und deren Anliegen. Das bereichert mein Gebetsleben.“

Ihr Webreporter Andreas Kaiser