10.01.2017

Zahlen und Fakten

Inklusion an Schulen in Deutschland

Seit 2009 gelten in Deutschland die Behindertenrechtskonventionen der Vereinten Nationen (UN). Inklusion ist in diesen Verträgen als Menschenrecht festgeschrieben. Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit und ist das Gegenteil von Ausgrenzung. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch akzeptiert wird und an der Gesellschaft teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Bildung, Behinderungen oder anderen Merkmalen.

Seit 2011 gibt es in Deutschland einen Aktionsplan, wie Inklusion umgesetzt werden kann. Seitdem können Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen frei entscheiden, ob sie ihr Kind auf eine Förderschule oder eine Regelschule senden möchten.

Insgesamt gibt es in Deutschland 500 500 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf, das ist eine Quote von 6,8 Prozent. In Kindergärten und Grundschulen ist der Anteil von Kindern mit Behinderungen sehr viel größer (rund 50 Prozent) als an Gymnasien und weiterführenden Schulen (etwa 10 Prozent). Der Anteil der Kinder mit Behinderung, die eine Regelschule besuchen ist, je nach Bundesland, sehr verschieden.

In Hessen ist fast jedes vierte Kind mit Behinderung in einer Regelschule und in Rheinland-Pfalz fast jedes dritte Kind. Die Kinder mit Behinderung an Regelschulen werden von Integrationshelfern begleitet. Sie unterstützen das Kind zum Beispiel bei der Kontaktaufnahme mit den anderen Schülern oder in stressigen Situationen.

Deutschlandkarte mit Zahlen zur Integration. FOto: Aktion Mensch
Die Prozentzahlen auf dieser Karte zeigen den Anteil der Schüler mit Förderbedarf in Regelschulen nach Bundesland.
Grafik: Aktion Mensch

 

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