23.11.2016

Bischof setzt den Prozess „Lokale Kirchenentwicklung“ fort – Ergebnisse überreicht

Nicht steckenbleiben

Bischof Georg Bätzing will den Weg der Lokalen Kirchenentwicklung fortsetzen: „Ich bin ganz mit dem Prozess, der mit der Pastoralwerkstatt so kraftvoll begonnen hat, einverstanden und will diesen Weg gemeinsam weitergehen“, unterstreicht er. (ids)

Abstimmung Foto: Bistum Limburg
Abstimmung: Die Mitwirkenden der Pastoralwerkstatt in Hofheim sprachen sich
im Juni für kreative Wege aus. Foto: Bistum Limburg

Bei einem Treffen im Priesterseminar sind ihm die Ergebnisse der Pastoralwerkstatt vom 11. Juni überreicht worden. Für Bätzing ist der Prozess notwendig und logisch. „Es muss uns nun um eine inhaltliche Vergewisserung gehen. Wir müssen klären, was die Pfarrei neuen Typs sein kann und was sie nicht sein kann.“ Der Bischof wünscht sich, dass die Strukturen mit Leben gefüllt und die Pfarreien neuen Typs für möglichst viele Menschen zu einer Heimat werden. „Die Gründung von Pfarreien neuen Typs war und bleibt notwendig. Wir können nicht anders“, betont er.

 

Zukunftswünsche

Bätzing ist wichtig, „dass wir Menschen einladen, sich mit ihrem Charisma, mit ihren Fähigkeiten, Begabungen und auch Schwächen einzubringen“. Der Prozess müsse auch missionarisch, evangelisierend sein: Das Tun solle nicht im Kirchturm steckenbleiben, sondern in die Gesellschaft ausstrahlen. „Wir müssen zudem diakonisch sein und die Menschen an den Rändern der Gesellschaft im Blick behalten. Sie sollen und müssen die heilende und befreiende Kraft des Wortes Gottes erleben können.“ Das Ergebnispapier benennt Aspekte, die es braucht, um den Prozess der Lokalen Kirchenent- wicklung vor Ort unterstützen und beginnen zu können. Diese sind unter anderem:

  • eine klare Willensbekundung und Bekräftigung des neuen Bischofs und der Gremien, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen;
  • Grundhaltungen wie Vertrauen können, Teilhabe ermöglichen, auf das Wort Gottes hören und mit ihm in Beziehung kommen, offen für die Zeichen der Zeit sein;
  • Unterstützung vor Ort sowohl auf der inhaltlichen Ebene als auch bei der Initiierung und Gestaltung von Prozessen;
  • bessere Information über vorhandene Unterstützungssysteme, Angebote für Konliktmanagement und Unterstützung der Gremienarbeit vor Ort;
  • die Fülle an Potentialen, die es im Bistum Limburg gibt, wahrnehmen;
  • den Aufbau eines Netzwerkes von Akteuren vor Ort;
  • die Aus- und Fortbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen;
  • Finanzmittel einsetzen, um das Lernen voneinander und verschiedene Projekte zu fördern;
  • eine Reflexion über das künftige Bild von Pfarrei, Gemeinde sowie von anderen Sozialformen des Christseins im Bistum;
  • den Prozess der Lokalen Kirchenentwicklung weiter begleiten, seine Qualität sichern und für eine gute Kommunikation sorgen.

 

Weitere Informationen und Hintergründe zum Prozess: www.kirchenentwicklung.bistumlimburg.de