12.08.2015

Spontane Kirchenbesichtigungen sind auch während der Urlaubszeit nicht immer möglich

Offen für Gäste und Touristen?

Die Tage werden sonniger, die Temperaturen steigen: Viele Tagestouristen und Urlauber wollen nicht nur Altstadt und Museen besichtigen, sondern auch die örtlichen Kirchen. Doch in so manchem Gotteshaus ist die Tür geschlossen. Wie sieht das in Kirchen des Bistums aus? Eine Umfrage. Von Nadja Quirein.

Während einige Kirchen von morgens bis abends an sieben Tagen in der Woche ihre Türen geöffnet haben, ist dies so in anderen Gotteshäusern nicht möglich. Meist fehlt es an Aufsichtspersonal, ob ehren- oder hauptamtlich. Das heißt, die Tür ist außerhalb der Gottesdienstzeiten geschlossen oder ein Besuch nur auf Nachfrage oder Anmeldung möglich.

Unterschiedlich geregelt

Kirchentür Foto: bilderbox
Nicht überall ist es möglich, ein Gotteshaus den ganzen
Tag über an allen Tagen der Woche offen zu halten.
Foto: Bilderbox

In der Pfarrei St. Bonifatius in Wiesbaden sind die Öffnungszeiten der Kirchen an den acht verschiedenen Kirchorten unterschiedlich geregelt. Während die Bonifatiuskirche als katholische Stadtkirche täglich ab 8 Uhr bis nach der Abendmesse offen steht, ist an den Kirchorten St. Elisabeth und Maria Hilf die Tür für Kirchgänger und Besucher nur während der Gottesdienstzeiten offen. Die Kirche St. Andreas, die barrierefrei für Rollstuhlfahrer erreichbar ist, ist ebenfalls außerhalb
dieser Zeiten geschlossen, werde aber gerne auf Nachfrage für Gäste aufgeschlossen, heißt es dazu im Pfarrbüro.

Die Klosterkirche der Abtei Marienstatt im Westerwald hingegen ist den ganzen Tag hinweg geöffnet.
„Schließlich kommen die Menschen, um dort zu beten, und das soll ihnen die ganze Woche tagsüber ermöglicht werden“, so die Auskunft an der Pforte.

Ähnlich sieht es in Hochheim (Bezirk Main-Taunus) aus: Die Kirche St. Peter und Paul ist täglich an sieben Tagen in der Woche geöffnet: Von 9 bis 18 Uhr können Gemeindemitglieder ebenso wie Gäste und Touristen das Gotteshaus besuchen. „Diese Zeiten sind das ganze Jahr über so, mit Ausnahme der Winterzeit, wenn sich die Türen bei Einbruch der  Dunkelheit schließen. Das hat keinen Bezug zur Urlaubszeit“, sagt Pfarrsekretärin Isabella Bierbrauer. Die Urlaubszeit mache sich vor allem an der Zahl der Menschen bemerkbar, die sich die Kirche  anschauen, weiß sie aus Erfahrung. „Einige Radfahrer, Touristen und Wanderer gesellen sich dann zu den Menschen aus der Region. Von Juni bis September werden zudem sonntags um 15.30 Uhr Kirchenführungen angeboten, die ohne Voranmeldung besucht werden können."

Der Wetzlarer Dom ist in der Sommerzeit von morgens bis in den frühen Abend hinein offen. Ab April kann er bis 19 Uhr besucht werden. Wann er geschlossen wird, richtet sich nach den Lichtverhältnissen der Jahreszeiten.

Sieben Tage in der Woche geöffnet

Genauso ist es im Limburger Dom geregelt: Bei einem der meistbesuchten Dome in Deutschland steht die Tür an sieben Tagen in der Woche im Sommer ab 8 Uhr bis 19 Uhr offen. Und es sind Führungen möglich. Auf Anfrage sind sie auch in englischer, französischer, niederländischer, italienischer und ungarischer Sprache buchbar. Einzelne Besucher können an einer offenen Führung teilnehmen, die außer an Montagen um 11 Uhr und 15 Uhr, sowie an Sonntagen nach dem Gottesdienst um 12 Uhr und samstags um 11 stattfindet.

Wer sich nicht spontan überraschen lassen möchte, ob die ausgewählte Kirche geöffnet ist und stattdessen auf Nummer sicher gehen möchte, ob ein Besuch möglich ist oder eine Führung auf dem Programm steht, findet weitere Informationen direkt bei den Pfarreien beziehungsweise auf deren Webseiten. Oder auf der Homepage des Bistums: www.bistumlimburg.de, Link: Pfarreien und Gemeinden