04.05.2018

Ein paar Wahre Worte

Im Zeichen des Kreuzes

Bayern hat eine neue Leitfigur. Nein, nicht Markus Söder. Jesus heißt der Typ. Dieser katholische Ur-Bayer hat eine klare Botschaft hinterlassen. Die bayerische Staatsregierung folgt nun seiner grenzenlosen Liebe. Ein paar Wahre Worte.

Kruzifix an Hauswand in Bayern Foto: Adobe Stock
In Bayern sind Kreuze an Hauswänden weit
verbreitet. Foto: Adobe Stock

Das ist jetzt mal konsequent! Der Freistaat Bayern – seit christlich-abendländischem Menschengedenken eine Vorzeigeländerei – hat seine Grenzen für alle Notleidenden und Verfolgten (gleich welcher Nationalität und Religion) geöffnet. Kontrollen finden nur statt, um die Bedürfnisse der Menschen festzustellen. Auf schnellstem Wege wird ihnen unbürokratisch mit Nahrung und Obdach geholfen.

Zugleich werden auch sogenannte Bio-Deutsche (auch Preußen), die schlecht bezahlte Arbeit haben und ihre Miete nicht zahlen können, gefördert: Der Mindestlohn in allen Branchen wird auf 15 Euro in der Stunde angehoben. Der Ministerpräsident kommentierte das so: „Selbst für dieses Geld würden meine Minister und ich nicht mal einen Finger aktiv krümmen.“

Johannes Becher Foto: privat
Johannes Becher

Hintergrund des menschenfreundlichen Politikwandels ist eine (Rück?-)Besinnung: Man wolle sich nun „sichtbar“ zu den „Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland“ bekennen. Schluss also mit nur versteckter Nächsten- und Feindesliebe. Alles wird offen kommuniziert. So soll jetzt an allen Ausgabestellen der „Tafeln e. V.“ auch ein Beamter der bayerischen Staatsbehörden den Bedarf auflisten. Bereits vom 1. Juli an werden dann festgestellte Versorgungsengpässe freistaatlicherseits behoben. In den regierungseigenen Trachten-Kleiderkammern sollen als erste Maßnahme länger nicht getragene Staats-Lederhosen und -Dirndl verpackt und kostenlos zu den Tafeln gebracht werden.

Die neue bayerische Leitkultur trägt einen Namen: Jesus. Und: „Das Kreuz ist grundlegendes Symbol unserer bayerischen Identität und Lebensart“, tönt es aus der Saatskanzlei. Sichtbares Zeichen des Politikwandels: Im Eingangsbereich aller bayerischen Dienstgebäude wird künftig ein Kreuz hängen.
(Bis zum Redaktionsschluss war leider nur der letzte Satz dieses Textes bestätigt.)