12.04.2021

Prinz Philip im Alter von 99 Jahren verstorben

Papst kondoliert Queen Elizabeth II.

Am vergangenen Freitag ist Prinz Philip im Alter von 99 Jahren verstorben. Papst Franziskus hat Queen Elizabeth II. in einem Telegramm sein Beileid ausgesprochen. Auch einige weitere Kirchenvertreter teilen ihre Erinnerungen an den Herzog von Edinburgh.

Prinz Philip und Königin Elizabeth II. besuchten Papst Franziskus im Jahr 2014.

Papst Franziskus hat Queen Elizabeth II. zum Tod ihres Ehemanns kondoliert. In einem am Samstag vom Vatikan veröffentlichten Telegramm würdigte er den im Alter von 99 Jahren gestorbenen Prinz Philip als hingebungsvollen Ehemann und Familienvater sowie seinen herausragenden Ruf im Dienst für sein Land und seinen Einsatz für Bildung und Förderung der jungen Generationen. Allen, die über seinen Verlust "in der sicheren Hoffnung auf die Auferstehung" trauerten, wünschte der Papst Trost und Frieden.

Das Schreiben wurde von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Auftrag von Franziskus an die Queen gesandt. Beim Tod der belgischen Königin Fabiola 2014 adressierte das Kirchenoberhaupt persönlich sein Beileidstelegramm an den hinterbliebenen Neffen, den regierenden König Philippe. Auch 2002 beim Ableben von Prinzessin Margaret, der jüngeren Schwester Elizabeths, trug das Kondolenzschreiben als Absender den Namen von Papst Johannes Paul II. selbst. 

Auch viele weitere Kirchenvertreter haben der britischen Königsfamilie ihr Beileid zum Tod von Prinz Philip ausgesprochen. "Ich trauere mit dem übrigen Vereinigten Königreich und dem Commonwealth um den Verlust Seiner Königlichen Hoheit Prinz Philip, des Herzogs von Edinburgh", teilte der anglikanische Primas Justin Welby am Freitag in London mit. Der katholische Erzbischof von Westminster, Kardinal Vincent Nichols, erklärte: "In diesem Moment der Traurigkeit und des Verlustes" bete er für den Verstorbenen, Queen Elizabeth und die ganze königliche Familie.

73 Jahre lang habe Philip der Queen treu und loyal zur Seite gestanden, sagte Anglikanerprimas Welby. "Ihre Ehe beruhte auf Freundschaft und gegenseitigem Respekt und wurde durch den gemeinsamen Glauben an Christus gestützt." Konsequent habe der Verstorbene die Interessen anderer vor seine eigenen gestellt und damit "ein herausragendes Beispiel für christlichen Dienst" geliefert.

"Bei den Gelegenheiten, bei denen ich ihn traf, war ich immer beeindruckt von seiner offensichtlichen Lebensfreude, seinem forschenden Verstand und seiner Fähigkeit, mit Menschen aus allen Bereichen und Lebensbereichen zu kommunizieren", erklärte der Erzbischof von Canterbury weiter.

Philip hinterlasse ein großes Erbe. "Der 1956 von ihm gegründete Duke of Edinburgh Award hat Generationen junger Menschen dazu inspiriert, anderen zu helfen, und ihnen eine Vision für die Staatsbürgerschaft und den Wunsch vermittelt, ihren Gemeinden zu dienen. Seine Arbeit mit unzähligen Wohltätigkeitsorganisationen und Organisationen spiegelten sein weitreichendes globales Interesse an Themen wie Wildtieren, Sport, Design, Ingenieurwesen und interreligiösem Dialog wider."

Auch Kardinal Nichols würdigte den Ehemann der britischen Monarchin als "Beispiel für unerschütterliche Loyalität und frohmütige Pflichterfüllung". Man werde Prinz Philips Gegenwart und seinen von Lebensfreude und Tatendrang geprägten Charakter sehr vermissen, so der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz von England und Wales.

KNA/Joachim Heinz