05.08.2021

Interview "Moment mal"

Uraufführung in zwei Ländern an einem Tag

Ein Anruf bei Andreas Grossmann. Der Diözesankirchenmusikdirektor im Bistum Limburg  spricht über einen Höhepunkt im „Jahr der Orgel“. Am 12. September soll ein Orgelstück, das Studierende der Musikhochschulen Frankfurt und Mainz komponiert haben, in allen Kirchen in Hessen und Rheinland-Pfalz uraufgeführt werden.



Wer hatte die Idee dazu?
Die Initiative haben die leitenden Kirchenmusikdirektorinnen und -direktoren der gastgebenden Kirchen des 3. Ökumenischen Kirchentags, also der Bistümer Fulda, Limburg, Mainz und der Evangelischen Landeskirchen Hessen und Nassau und Kurhessen Waldeck, sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Rheinhessen (ACK). Wir haben nach dem ÖKT eine weitere Vernetzung für besondere Themen beschlossen.

Was ist das Besondere an dieser Uraufführung?
Die entstandenen Kompositionen sind vom Schwierigkeitsgrad her und von den Aufführungsbedingungen so angelegt, dass sie möglichst von allen Organistinnen und Organisten gut eingeübt und umgesetzt werden können. Komponisten sind Studierende, die aus der eigenen Erfahrung und Praxis als meist ausgebildete C-Kirchenmusiker das Studium absolvieren und daher gut einschätzen können, was ein  nebenamtlicher Organist leisten kann. Und die sich freuen, wenn ihre Werke an ganz vielen Kirchen und Orten am 12. September erklingen!

Wie ist der Ablauf?
Die Orgelwerke stehen über die Webseiten der Kirchenmusik-Abteilungen der Musikhochschulen in Frankfurt und in Mainz als kostenloser Download zur Verfügung:
Erbeten ist eine Meldung über die Aufführung bis zum 5. September an die Landesmusikräte Hessen und Rheinland-Pfalz, die die Termine in einem eigenen Veranstaltungskalender zum „Tag der Orgel“ veröffentlichen. Bei einer Konzertaufführung ist zudem eine Meldung an die GEMA zu richten. Aufführungen in Gottesdiensten sind über den Pauschalvertrag des Verbands der Diözesen Deutschlands abgegolten.

Kann man die Stücke nach der Uraufführung noch anhören?
Die Orgelstücke werden ausschließlich live in Gottesdiensten oder Konzerten zu hören sein.

Fragen: Barbara Faustmann