24.05.2019

Die Pfadfinder Urberach berichten von ihrem 72-Stunden-Projekt

Urberach bloggt: Ein Spielplatz zieht nach Ungarn

Jan Maiwald
Jan Maiwald, 26 Jahre
Foto: Privat

Die Pfadfinder in Rödermark Urberach haben den Auftrag bekommen, die Spielhochebene im Kindergarten in der Lessingstaße abzubauen und diesen in Bodajk (Ungarn) im Törpe-Ovi Alapítvány Kindergarten wieder aufzubauen. Es gilt also, eine Strecke von 900 Kilometer zurückzulegen. In Urberach ist der Kindergarten seit drei Jahren nicht mehr in Betrieb. Die Spielhochebene wird dort nicht benötigt und kann die Reise nach Ungarn antreten. Jan Maiwald aus dem Vorbereitungsteam ist live dabei und berichtet über den Transport.

 

Freitag, 24. Mai, vormittags:  Unsere Projektleitung musste erstmal überzeugt werden, dass dieses Projekt gestemmt werden kann. Doch schnell waren wir alle motiviert dabei. Die Hochebene haben wir gestern Abend noch abgebaut. Dann haben wir glücklicherweise schon die Maße aus dem Kindergarten in Ungarn bekommen und können jetzt daraus die neue Hochebene zurechtsägen und schonmal probeaufbauen. Heute Abend wird dann alles verladen und wir fahren nach Ungarn. Dafür suchen wir noch einen Transporter.

Jugendliche bauen die Hochebene ab/um Foto: Pfadfinder Urberach
Foto: Jan Maiwald
Hochebene abgebaut
Foto: Jan Maiwald

 

Freitag, 24. Mai, abends: Die beiden Hochebenen sind größtenteils aufgebaut, jetzt werden sie noch abgeschliffen und dann für den Transport wieder auseinandergenommen. Der Kleinbus der KJZ wird für den Transport umgebaut und auch ein Sprinter von einem engagierten Vater macht sich hoffentlich bald auf den Weg. 

Hochebene aufgebaut
Foto: Jan Maiwald

 

Freitag, 24. Mai, 21 Uhr: Die Autos sind beladen. Wir machen uns auf den Weg. Startzeit: 21 Uhr. Die Zuhausegebliebenen arbeiten fleißig weiter an anderen Projekten: Sie erstellen Verkehrswarnschildern und Insektenhotels. Insgesamt sind wir 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer - plus Eltern. 15 davon fahren jetzt nach Ungarn.

Der Bus ist voll mit Holzelementen
Foto: Jan Maiwald

 

Jugendliche sitzen im Bus
Foto: Jan Maiwald
Foto aus dem Bus: Die Anderen arbeiten weiter
Foto: Jan Maiwald

 

Samstag, 25. Mai, 2 Uhr: Kurzer Stopp und Fahrerwechsel an der Österreichischen Grenze. Beine vertreten muss zwischendurch auch sein.

Jugendliche stehen auf einem Parkplatz
Foto: Jan Maiwald

 

Samstag, 25. Mai, 5:10 Uhr: Sonnenaufgang über Wien, wir wünschen euch allen einen guten Morgen.

Sonnenaufgang aus einem Auto heraus
Foto: Jan Maiwald

 

Samstag, 25. Mai, 7:27 Uhr: Endlich sind wir in Bodajk angekommen. Nun geht es an den Aufbau.

Der Kindergarten von Bodajk
Foto: Jan Maiwald

 

Samstag, 25. Mai, 11:40 Uhr: Vorm Frühstück haben wir noch die ersten Teile in die passenden Räume getragen und angefangen, die erste Ebene zusammenzuschrauben. Natürlich mussten wir noch an manchen Stellen etwas nachbessern und an die Gegebenheiten anpassen. Wir haben dann dort gefrühstuckt und haben ein riesiges Buffet vom Kindergarten bekommen. Nach der anstrengenden Fahrt die perfekte Stärkung für die nächsten Schritte.

Jugendliche bauen die Hochebene auf
Foto: Jan Maiwald
Jugendliche bauen das Hochspiel auf
Foto: Jan Maiwald

 

Samstag, 25. Mai, mittags: Zum Mittag gab es natürlich Original Ungarische Gulaschsuppe. Sehr lecker und genau das Richtige, um 15 hungrige Arbeiterinnen und Arbeiter satt zu kriegen.

Jugendliche beim Essen
Foto: Jan Maiwald

 

Samstag, 25. Mai, nachmittags: Fast geschafft, die Erste Ebene ist komplett fertig, die zweite wird gerade gestrichen und wird mit Teppich belegt. Die Hütte bekommt noch ein bisschen Dachpappe gegen das Wetter. Die Fahrer holen sich schonmal eine Mütze Schlaf; nach dem Abendessen geht es dann wieder Richtung Heimat, damit wir morgen rechtzeitig zum Abschluss der Aktion wieder in Urberach sind.

Jugendliche bauen Draußen die Hochebene zusammen
Foto: Jan Maiwald
Jugendliche streichen die Hochebene
Foto: Jan Maiwald

 

Samstag, 25. Mai, 20 Uhr: Endlich haben wir es geschafft: Beide Hochebenen sind aufgebaut und frisch gepinselt. Auch die Hütte für den Außenbereich des Kindergartens ist fertig zusammengeschraubt und hat ein schickes Dach bekommen. Wir hatten auch noch eines unserer Insektenhotels dabei, die wir zu Hause auch für die Kindergärten in Rödermark gebaut haben. Die rödermärker Kindergärten kriegen übrigens auch jeweils zwei Verkehrswarnschilder in Form von spielenden Kindern mit Warnschild in Lebensgröße. Die wurden heute im Laufe des Tages vom Rest unseres Teams, das in Urberach geblieben ist, fertiggestellt. Wir haben jetzt ein letztes mal beim Abendessen die hervorragende ungarische Gastfreundschaft genießen dürfen.

Fertige Hochebene
Foto: Jan Maiwald
Fertiger Schuppen
Foto: Jan Maiwald
Fertiges Insektenhotel
Foto: Jan Maiwald

 

Samstag, 25. Mai, 21 Uhr: Nach ausgiebigen Verabschiedungen haben wir uns schweren Herzens auf den Heimweg gemacht. Wir wären gerne noch länger geblieben, jetzt wo wir unsere Partnerstadt noch besser kennengelernt haben und so viele nette Menschen kennengelernt haben. Aber ein Wiedersehen ist schon in Aussicht: in ein paar Wochen kommen unsere Freunde aus Bodajk nach Urberach. Wir freuen uns jetzt schon drauf! Genau 24 Stunden nachdem wir in Urberach losgefahren sind haben wir jetzt wieder alles in unsere Busse geladen und sind auf dem Heimweg. Sicherlich erschöpft, aber alles in allem stolz und froh, dass alles fast reibungslos funktioniert hat.

Gruppenfoto von Jugendlichen auf der Hochebene
Foto: Jan Maiwald

 

Sonntag, 26. Mai, morgens: Wir sind heute morgen gesund und munter wieder in Urberach angekommen. Natürlich war der Rest der Gruppe nicht untätig: Sie haben für jeden Kindergarten zwei Verkehrswarnschilder,  ein Insektenhotel und eine „Insektengroßstadt“ gebaut und angemalt.

Sonntag, 26. Mai, 16.30 Uhr: Wir haben alle Kindergärten und natürlich alle Helfer eingeladen. Zusammen lassen wir nach arbeitsintensiven aber erfolgreichen 72 Stunden die Aktion bei einem gemütlichen Grillen ausklingen.

 

Fertige Insektenhotels
Foto: Jan Maiwald

 

Fertige Warnschilder
Foto: Jan Maiwald
Fertiges Insektenhaus
Foto: Jan Maiwald

 

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