17.05.2019

Bischof Michael Gerber pflanzt einen Weinstock in Hanau

Weinstock des Bischofs Michael

Das Pflanzen eines Weinstocks und Schafe gehören zum ersten Besuch von Bischof Michael Gerber in Hanau. Am Sonntag des Guten Hirten machte er in der Pfarrei St. Elisabeth Station.

Der vierte Ostersonntag, – der Sonntag des Guten Hirten – wird seit 16 Jahren in St. Elisabeth in Hanau mit einer Gebetsnacht eingeleitet. Diese Nacht wird von Jugendlichen und anderen Gruppen der Pfarrei sowie benachbarter Kirchengemeinden gestaltet. Auch die Barmherzigen Schwes-tern des Hanauer St. Vinzenz-Krankenhauses und des Mutterhauses in Fulda wirkten mit.

Nachtreffen mit den Kommunionkindern

Bischof Gerber pflanzt einen Weinstock. | Foto: privat
Bischof Gerber pflanzt einen Weinstock. Foto: privat

Der Tag wird in St. Elisabeth zugleich als Nachtreffen mit den Kommunionkindern und ihren Familien und als Jugendtag begangen. Der Bischof nahm sich viel Zeit für die jungen Leute. Er traf schon vor der Festmesse mit Kommunionkindern, Jugendlichen und Messdienern zum Gespräch zusammen. Die Sprecher der Jugendleiter, Oliver Golla und Julia Kleiß, hießen ihn herzlich willkommen. Als biblisches Gewächs pflanzte der Bischof mit den jungen Leuten als Erinnerung an seinen ersten Besuch in Hanau neben der Kirche einen Weinstock. Der Messdiener Luca Herget erinnerte mit einem modernen Gedicht an das Gleichnis Jesu von den Reben, die nur in Verbindung mit dem Weinstock Frucht bringen können – auch im Blick auf den Glauben an Jesus.

Bischof Gerber stammt selbst mit Oberkirch aus einer Gegend mit viel Weinanbau. Daher griff er gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen beherzt zu Spaten, Hacke und Gießkanne, um den Stock zu pflanzen. „Vitis Espiscopi Michaeli“ – eine Gravur auf einem metallenen Weinblatt erinnert an den Namen, den die Jugendlichen dem biblischen Gewächs gaben: Die deutsche Übersetzung lautet: „Weinstock des Bischofs Michael“.

Der Bischof verwies dabei noch auf einen weiteren Bezug zu seiner Heimat: Sein Bischofsstab, der an den Stab des Hirten erinnert, ist aus Kastanienholz aus Oberkirch gefertigt. Dieser Baum erfüllt in seiner Heimat eine wichtige Aufgabe für die gute Entwicklung in den Weinbergen.

Beim Einzug in die Kirche trugen die Kinder und auch der Bischof Schafe aus Stoff, um sie in der Kirche auf eine vorbereitete „grüne“ Wiese zu stellen. Zuvor hatte Gerber auf dem Kirchplatz anschaulich den Einsatz seines Hirtenstabes zur Rettung eines Schafes in Gefahr demonstriert.

Veredelung des Weinstocks schützt

Der Bischof ging in seiner Predigt auf dieses anschauliche Bild ein und beschrieb als Kenner der Winzerkunst die Veredelung des Weinstocks als Schutz vor Gefahren und als Bild für wichtige Entscheidungen – auch in Übertragung auf das eigene Leben und die Beziehung zu Gott.

Nach dem Pontifikalamt blieb viel Zeit für Begegnungen und Gespräche mit den zahlreich gekommen Gläubigen auf dem Kirchplatz. Der Sprecher des Pfarrgemeinderates Ludwig Borowik hieß Bischof und Gäste willkommen.

Der Bischof traf sich zudem mit den 18 Jugendleitern der Pfarrei sowie Dechant Andreas Weber und Gemeindereferentin Margit Lavado im Pfarrhaus zum Mittagessen. Er tauschte sich mit den jungen Leuten über deren Lebenswelt und ihr Engagement in der Gemeinde und Kirche aus. (pm)